24 von 274.668 Tagen, Michael Kienzer

© Michael Kienzer, Foto: Jorit Aust; 24 von 274668 Tagen, Modell, 2016, Courtesy Michael Kienzer, Fotos: Oliver Ottenschläger

Michael Kienzer hat für den Klangraum Krems Minoritenkirche eine ortsspezifische Installation entwickelt.

Qualitäten der Materialität, der Montage und Konstruktion sowie die Kontextualisierung des Raums – bis hin zum öffentlichen Raum – spielen im Werk von Michael Kienzer eine zentrale Rolle. Kienzer (geb. 1962) studierte Bildhauerei in der Meisterklasse von Josef Pillhofer und zählt zu den führenden Vertretern der „Neuen Skulptur“ der 1980er- und 1990er-Jahre. Ausgehend von einer vermehrt expressiven bildhauerischen Aufladung hat sich sein Skulpturenbegriff in Richtung spatial-konstruktivistische Konzeptualität verlagert.

Michael Kienzer wird das Langhaus, die Seitenschiffe sowie den Chorbereich im Klangraum Krems Minoritenkirche mit einer ortsbezogenen Installation bespielen, die eigens für dieses Ausstellungsprojekt entsteht. Objekt und Raum bedingen sich bei Kienzer gegenseitig, Installation und Arrangement sind eminent. Nur ein paar wenige Stellen der Konstruktionen sind verschraubt, meist sind die Bestandteile aber nur lose hineingesteckt oder provisorisch fixiert. Der Künstler lädt sein Werk mit Dynamik und Spannung auf. Eine prekäre Energie auf der Kippe zur Dekonstruktion erfüllt den Raum. Die Arbeit für die gotische Kirche ist aus einer offenfragmentarischen Konstruktion mit Metallrohren und Holzplatten zusammengesetzt. So entsteht ein offener Raster, ein Gerüst für eine Assemblage im Raum.

Kurator: Florian Steininger

ACHTUNG! DER ZUGANG ZUR AUSSTELLUNG ERFOLGT ÜBER DAS FORUM FROHNER.

Öffnungszeiten: DI - SO, 11 - 17 Uhr

© ; Installationsansicht "Michael Kienzer. 24 von 274.668 Tagen", Kunsthalle Krems, Klangraum Krems Minoritenkirche, 2016, Courtesy Michael Kienzer, Fotos: Oliver Ottenschläger